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Chaos in der Wohnung – Wo fange ich bloß an?

Uff. Dieser Anblick. Überall liegen Dinge rum. Tausend Kleinigkeiten, die längst weggeräumt sein sollten. In jedem Raum. Das Aufräumen wird ewig dauern. Und überhaupt: Wie konnte es schon wieder soweit kommen? Ständig dieses Chaos.

Erkennst du dich darin wieder?

Dass der Anblick von Chaos dich total stresst – der Gedanke ans Aufräumen aber auch? Weil du einfach nicht weißt, wo und wie du am besten anfangen solltest? Schließlich hast du keine Lust, Tage damit zu verbringen. 

Dann lies hier unbedingt weiter. Vielleicht ist ja ein Aha-Moment für dich dabei, der dir hilft, das Chaos in deiner Wohnung mal anzugehen. Stück für Stück. 

Warum dir Aufräumen so schwer fällt

Oft scheitert es nicht am Wollen oder Können, sondern an:

Fehlender Struktur: Wenn Dinge keinen festen Platz haben, dann fällt es dir schwer, sich weg zu räumen.

Entscheidungsmüdigkeit: Jeder Gegenstand verlangt eine Entscheidung – und das kostet Energie. 

Zu hohen Erwartungen: „Ich muss alles an einem Tag schaffen“ oder “Ich muss ALLEs aufräumen” – ein Gedanken, die sofort blockieren.

Das Wichtigste: Du bist nicht das Problem. Die Methode ist es. Wenn du für dich den richtigen Weg gefunden hast, kann Aufräumen zu einer Routine wie Zähne putzen werden: Du machst es vielleicht nicht supergerne, aber automatisch. Ohne Dauerstress im Kopf.

Sind bei dir schon wieder alle Flächen voll?

Aufräumen: Drei Möglichkeiten einen Anfang zu finden

Du brauchst einen kleinen, aber klaren Startpunkt. Hier sind drei verschiedene Ansätze mit dem Aufräumen zu starten ohne zu überfordern: 

Zeitbasiertes Aufräumen

Stell dir einen Timer auf 10 Minuten. Mehr nicht. In dieser Zeit räumst du nur das weg, was dir direkt ins Auge fällt. Der künstliche Zeitdruck lässt dich schneller entscheiden, was als erstes aufgeräumt werden sollte. Wenn der Timer klingelt, hörst du auf. Das nimmt den Druck raus und schafft schnelle Erfolge.

Zonenbasiertes Aufräumen

Wähle eine kleine Zone: der Nachttisch, eine Regalfläche, eine Sofaecke. Es darf sich um eine sehr kleine Zone handeln. Räume diese von dir fest definierte Fläche frei. Eine kleine Zone, die du komplett abschließen kannst, gibt dir sofort ein Erfolgserlebnis.

Funktionsbasiertes Aufräumen 

Frag dich: “Was würde meinen Alltag sofort erleichtern?” Oft sind das Bereiche wie Küche, Bad oder der Eingangsbereich. Konzentriere dich beim Aufräumen darauf. Wenn du spürst, wie Ordnung dir in diesem Bereich hilft, wird dich das langfristig motivieren, diesen Bereich aufgeräumt zu halten.

Die 5-Minuten-Regel im Alltag: Kleine Schritte, große Wirkung

Ordnung entsteht durch kleine, wiederholbare Schritte. Die 5-Minuten-Regel ist dafür perfekt. Du kannst sie auf unterschiedlichste Weise anwenden. Bei allen Ausführungen ist es wichtig, dass du dir einen Timer stellst – du musst dir im wahrsten Sinne des Wortes Zeitdruck machen. Nur auf die Uhr gucken zählt nicht. Timer oder Eieruhr stellen und los geht´s:

5 Minuten am Tag

Mini-Routine – zum Beispiel jeden Morgen/Abend (wie es für dich passt) fünf Minuten lang konzentriert aufräumen. Perfekt, wenn´s zur täglichen Routine wird. 

5 Minuten pro Zimmer

Ideal, wenn es schnell und gründlich gleichzeitig sein muss: Räume jeden Raum fünf Minuten lang auf. Bei einer 3ZKB-Wohnug sind das 30 Minuten Aufräumzeit. In dieser halben Stunden kannst du erschreckend viel schaffen. Zwei bis drei Mal pro Woche reicht. Und selbst wenn du es nur einmal schaffst, ist das ein echter Erfolg.

Aus der psychologischen Trickkiste: Eine zeitliche Begrenzung hilft!

Aufräumen statt Ausmisten: Für Ordnung musst du nicht zur Minimalistin werden

Wer Ordnung will, muss radikal ausmisten. Oder? Nein. Nicht zwingend.

Ausmisten kann ein wahnsinnig guter Motor für Ordnungsmotivation sein. (Ich selbst liebe es, und gebe auch gerne Tipps wie man Bücher aussortiert, den Kleiderschrank ausmistet und mehr.) Aber Ordnung entsteht nicht durch Ausmisten, sondern in erster Linie dadurch, dass alle Dinge einen festen Platz in der Wohnung haben. Und da kommt eben das Aufräumen ins Spiel. Denn nur wenn alles zurück an seinen Platz kehrt, wird´s ordentlich.

Und dafür braucht man Routinen, die sich wie keine anfühlen. 

Was tun, wenn die Motivation fürs Aufräumen fehlt?

Es wird Tage geben, an denen du keine Energie hast. Das ist normal. Für solche Momente helfen:

Eat that Frog.

Friss den Frosch. Dieser Ansatz nach Brian Tracy (Zeitmanagement-Experte) bedeutet, die unangenehmste oder wichtigste Aufgabe zuerst zu erledigen. Dadurch sinkt die mentale Belastung und die restlichen Aufgaben fühlen sich deutlich leichter an. 

Wenn du es also hasst, Geschirr zu spülen, mach das zuerst. Dann hast du die unliebsame Tätigkeit erledigt, kannst mental einen Haken dran machen und dich weniger schlimmen Aufgaben widmen.

Musik, die dich in Bewegung bringt.

Welcher Künstler, welche Band, welche Musikrichtung gibt dir Energie? Musik an und Musik laut! 

Bei mir ist es Florence and the Machine. Ich habe mir sogar eine eigene Playlist erstellt, die ich anmache, wenn ich gerade durchhänge und einen Kick von außen brauche.

Nur 5 Minuten.

Erzähl dir selbst, dass du  jetzt nur fünf Minuten lang Aufräumen wirst und wenn du danach immer noch keine Lust hast, darfst du aufhören. Oft ist es so, dass  – wenn wir erstmal angefangen haben – in Schwung kommen und dann doch weiter machen. Es sich selbst zu erlauben im Zweifel aufhören zu können, hilft aber, überhaupt anzufangen. 

Aufräum-Buddies finden.

Hast du eine Freundin, die Aufräumen ebenso hasst? Dann verabredet euch zum telefonischen Aufräumen. Ihr telefoniert und räumt dabei auf (mit Kopfhörern, damit ihr die Hände frei habt). Oder ihr macht einen Videocall: Kurzer Check in, dann 15 [30, 45, 60] Minuten gemeinsames Aufräumen, kurzer Check out. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Mein Angebot

Du musst das nicht alles sofort können

Wenn du merkst, dass du immer wieder an denselben Punkten hängen bleibst oder das Chaos dich emotional belastet, dann darfst du dir auch professionelle Hilfe holen. Als Ordnungscoachin begleite ich Menschen genau in diesen Situationen – strukturiert, wertschätzend und ohne Druck. 

Manchmal ist ein Blick von außen, eine neue Perspektive oder ein Tipp, der individuell zu deinen Herausforderungen passt,  der Schlüssel, der alles leichter macht. Oder zumindest den Anfang. Und eine gute Portion Motivation können wir doch alle mal gebrauchen, oder?

Sprich mich gerne an, wenn dir eine Frage zum Ordnungscoaching unter den Nägeln brennt. Ich freue mich über Austausch. Deine Anfrage ist komplett unverbindlich und natürlich immer kostenlos.

Fazit

Ordnung ist kein Sprint – sondern ein Prozess

Ordnung ist kein Ziel, das du einmal erreichst und dann abhaken kannst. Es ist ein Prozess, der mit kleinen Schritten beginnt und mit jeder Wiederholung leichter wird. Du musst nicht perfekt sein. 80 Prozent reichen. Du musst nur anfangen. Jeder kleine Schritt zählt. Und du bist absolut in der Lage, diesen Weg zu gehen. Egal, was du dir selbst erzählst.

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